Montag, 22. Oktober 2012

Jedes Leben geht zuende.

Nach langer Zeit ohne Update bin ich wieder da.
Emotional war es mir nicht möglich online zu kommen.Habe auch viel nachzuholen was Blogs angeht denen ich folge. So viele tolle Posts die gesehen werden wollen...

Am 03 Oktober auf den 04 Oktober um fast genau Mitternacht ist meine Großmutter endlich von ihren Krebsleiden erlößt wurden und ist gestorben. Meine Mutter hat ihr die Hand gehalten als sie schlief, bis die Atmung ausgesetzt hat. Sie ist sehr friedlich und schmerzfrei von uns gegangen.
Es tut sehr weh... meine Mutter hat mich gleich nach oben ins Zimmer in dem meine Oma schlief geholt. Es war seltsam sie anzusehen, sie sah aus als würde sie schlafen. Komplett still. Irgendwie kaum zu glauben, das sie in diesem Moment schon nicht mehr gelebt hat.
Wir saßen dann die halbe Nacht zusammen mit der Familie in der Küche, haben meinen Bruder angerufen und informiert und geredet.
Irgendwie war es seltsam. Ich habe zwar geweint und auch ihre Hand noch einmal feste gedrückt, aber ich habe trotzdem das Gefühl nicht wirklich trauern zu können. Ich versuche es, denn wenn man nicht trauert kann die Wunde im Herzen auch nicht heilen.
Es klappt nicht.
Seltsam...
Die Gedanken an Essen sind in diesen Tagen ganz weit entfernt geblieben und haben sich auch nicht nach vorne getraut. Ich habe einfach fast gar nichts gegessen. Unbewusst. So viel zu tun, wenn eine Person stirbt... Meine Mutter ist ziemlich am Ende. Meine Mutter ist ein Einzelkind und ihr Vater hat sich immer einen Dreck um sie geschert. Sie hatte nur meine Oma und nun ist sie ganz alleine, ausser uns Kinder und meinen Stiefvater hat sie niemanden mehr. Traurig irgendwie.
Morgen ist die Bestattung.
Danach denke ich, hat die ganze Familie wieder etwas mehr Kraft und Zuversicht weiterzumachen.
Das Leben geht ja doch weiter.

Ansonsten gibt es kaum etwas zu berichten. Essenstechnisch überhaupt nichts, weder Fortschritte noch Rückfälle.
Mein Vater hat gestern eine kleine Katze angebracht die er total verwittert auf einem Autobahnparkplatz aufgegabelt hat. Er war nur pinkeln und da ist sie wohl aus dem Gebüsch getapselt. Keine 12 Wochen alt die kleine.Wir haben sie erst mal mit Ordentlich Futter und Wasser aufgepäppelt, werden am Mittwoch wohl zum Tierarzt mit ihr und behalten sie. Das arme kleine Ding.
Wir haben sie Moni getauft.

Samstag, 29. September 2012

Ich war komplett baff als ich gesehen habe, das ich auf einmal 8 Leser habe. Ich wünsche allen Neuankömmlingen viel Spaß auf meinem Blog, setzt euch, nehmt Platz und fühlt euch wohl. :)

Gestern und heute bin ich brav bei 700kcal geblieben. Bin zufrieden mit mir.
Aber in dem Post heute soll es nicht um mein Essen gehen, da es die letzen Tage wirklich verdammt gut lief und ich nichts zu bemängeln habe.

Der Herbst ist nun da. Es wird kühl, der Wind pfeift durch die Bäume, die Straßen sind nass vom Regen und ohne Schal rauszugehen hat schnell eine Erkältung zur Folge.
Ich mag den Herbst, ich bin froh das er nun endlich angekommen ist und die Hitze des Sommers vertrieben hat. Ich bin eigentlich nicht der Typ für den Herbst, aber nach dem Frühling ist er meine liebste Jahreszeit. Der Sommer ist mir immer zu heiss und der Winter zu eisig.
Kennt ihr das, wenn keine Blätter mehr am Baum sind, es den ganzen Tag trüb ist und die Sonne trotzdem irgendwie fehlt? Man fühlt sich schlapp und lustlos? Die sogenannten Winterdepressionen. Manche haben sie und ich gehöre dazu. Ab einem gewissen Fortschritt der kalten Jahreszeit verfalle auch ich leider in diese Winterdepressionen. Es ist zum heulen. Aber bis dahin werde ich noch etwas Zeit haben und freue mich bisher auf Weihnachten. Ja, ich bin bereits in leichter Weihnachtsstimmung.
Habt ihr bestimmte Pläne für Weihnachten? Vielleicht schon Vorsätze für das neue Jahr?

Sich mit seinem Körper und Essverhalten auseinanderzusetzen ist so unglaublich schwer und anstrengend. Aber es ist bisher das erste Mal für mich, das ich wirklich durchhalte und im Vergleich gesund esse. Ich esse nicht wenig, ich esse einfach das kalorienärmste was ich finden kann, damit mein magen auch voll genug ist um nicht in eine Fressattacke zu verfallen.
Vorhin ein Smartie um die Lust auf Süßes zu stillen. Klappte super.


Dienstag, 25. September 2012

Besuch + Kleine Blogempfehlung

Ich bin gerade verdammt glücklich. So unglaublich glücklich, auch wenn die Umstände es eigentlich nicht erlauben (sollten)
Mein Bruder ist am Sonntag überraschend zu Besuch gekommen. Ich habe ihn mittlerweile über 3 Jahre nicht mehr gesehen.
Aber dazu muss ich eine kleinigkeit vorher erzählen.

Ich bin ursprünglich Deutsche, habe im schönen Schwobenländle gelebt, fast direkt am Bodensee, jedoch sind wir im Jahr 2008 aufgrund der Arbeit meines Vaters nach Österreich ausgewandert und leben dort. Ich bin sozusagen also eine Ausländerin von meiner Sicht aus.
Mein ältester Bruder lebt weiterhin in Deutschland mit seiner Frau und seiner jetzt 10Monate alten Tochter.
Aufgrund das meine Oma Todkrank ist, hat er es geschafft seinen Chef zu überreden und bis Donnerstag Urlaub zu bekommen. (Er arbeitet wirklich nur um seine kleine Familie durchzubringen und hat es bisher nie geschafft uns zu besuchen)
Es ist so schön ihn endlich wieder zu sehen, mit ihm zu albern, zu quasseln... Momentan sind meine ganzen gedanken die Essen und Ähnliches betreffen ganz weit in die Ferne gerückt.
Der Umstand seines Besuches, wegen meiner Oma ist natürlich mies. Aber ich freue mich so ihn endlich wieder bei mir zu haben.
S. War schon immer der Bruder, von meinen vielen, der mir am nähsten stand. Telefonieren ist einfach nicht das selbe, wie ihm direkt gegenübersitzen zu können.

Was das Essen anbelangt hbe ich jetzt einen Entschluss gefasst. Lieber ese ich zu wenig, als zu viel.
Ich versuche jetzt endlich mein Leben in den Griff zu bekommen. Ungesund ist mein Essverhalten in jedem Fall und ich kann is bisher einfach nicht ändern. Dann lieber wenig essen und ungesund leben, als fressen, noch fetter werden und auch ungesund leben.

Ich lese immer viele Blogs und.... Diäten habe ich bisher gemerkt halte ich nicht durch. Entweder weil es mir zu eintönig wird, oder ähnliches. Ich werde mich lieber an Kalorienangaen halten. Ich versuche es zumindest. Ich habe mir ein tagespensum von 800kcal bisher gesteckt. Das ist locker zu schaffen und niedriger möchte ich vorerst nicht gehen, dann würde ich versagen und aus Frust wieder fressen.
Meine Mutter kocht auch einfach viel zu gut. Fasten schaffe ich deswegen einfach nicht. Es ist einfach zu lecker. Ich hasse Essen ja nicht, im gegenteil. Ich liebe es, Essen ist wunderbar, besonders wenn es schmeckt. Und solange ich mich im Zaum halte, ist bestimmt nichts dagegen einzuwenden.
Solange ich nicht wieder in die Fressattacken falle.
Besonders eine Bloggerin fällt mir immer wieder durch ihre eiserne Disziplin auf, sie hat erst vor kurzem die SGD erneut durchgehalten und sie ist so stark. ich bewundere sie dafür so sehr. Ihr Blog ist unglaublich wunderbar. Man liest in jedem post ihren Kampf gegen sich, das Leben, das Essen und vielem mehr mit. Höhen und Tiefen. Man hat das Gefühl ein gutes Tagebuch zu lesen, mit sehr viel Emotionen dahinter.
Sie ist unglaublich stark wie sie das Leben, ihre krankheiten (nicht nur die Essstörung) sondern auch ihre Epilepsie meistert. Ich habe ein paar Tage gebraucht, aber habe es geschaft vom ersten post bis zum letzen den kompletten Blog durchzulesen.
Bitte schaut mal bei ihr vorbei, sie ist ein wunderbarer Mensch.
Gretchens Blog
Ich hoffe du bist nicht böse, wenn ich dich hier verlinke. (wenn ich das überhaupt richtig getan habe, ich komme mit den Einstellungen hier noch nicht ganz klar)

Gestern habe ich gekotzt. Nicht selbst herbeigeführt. Ich habe zu Abendessen einen Teller Bohnensuppe von meiner Mutter gegessen und ich hbe ihn bisher immer super vertragen. Aber gestern wollte er auf einmal wieder raus, kurz nachdem ich ihn gegessen hatte.
Gekrümmt bis die Magensäure mit herauskam. So schlimm habe ich mich noch nie übergeben müssen, nicht einmal wenn ich krank gewesen bin. Ich habe jedoch kein Bauchweh und fühle mich auch nicht unwohl.Ist das bedenklich? Danach habe ich vor lauter Angst nichts mehr gegessen und bin hungernd ins Bett.
Das Gefühl war schön.
Und irgendwie gleichzeitig komplett unangenehm.

Bis zum nächsten Post.

Donnerstag, 20. September 2012

Frust hinfort schreiben?

Es ist nicht nur mein gestörtes Essverhalten, das mich fertigmacht. Es sind die vielen kleinen Dinge.
Ich will mit dem Blog nicht den Eindruck erwecken, ich würde nur über mein Leben jammern. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, nur mit mir nicht.
Ich habe keine Selbstmordgedanken, zumindest aktuell nicht mehr und bin irgendwie auch froh zu leben.
Aber dieser Blog soll als Art Therapie für mich selbst dienen. Eine Art Therapie in der ich vor allem Negatives niederschreiben möchte und so vielleicht auch besser verarbeiten kann.

Das Essen.. ja, das war eine Katastrophe. Wie seit drei Jahren schon. Vorgestern gefressen, gestern gefastet, heute einigermaßen ein Mittelmaß gehalten. Es ist so schwer. Es fällt mir leichter gar nichts zu essen, als wenig zu essen. Wenn ich wenig essen will, nehme ich immer mehr und mehr und mehr und mehr und~
Ich kann mich einfach nicht bremsen und stopfe unglaubliche Mengen in mich hinein. Weitaus mehr, als ein normaler Mensch essen würde.
Ich habe schon mehrmals überlegt deswegen zu einem Arzt zu gehen, aber ich traue mich einfach nicht zudem ich einfach nicht die Zeit und kraft für eine Therapie habe.
Viele Gründe die ich nicht erzählen will. Ih weiß, mir ist hier eine gewisse Anonymität gegeben, aber andererseits habe ich doch panische Angst das jemand den ich kenne jemals auf diesen Blog stoßen wird und mich aufgrund meiner Schreibweise oder Beschreibung meines Verhaltens in einigen Dingen doch erkennen wird.
 Zwiegespalten in so vielen Gebieten

Ich bin so stark mit dem Tod konfrontiert wie noch nie in meinem Leben. In meinem Familien und Bekanntenkreis gab es bisher schon Todesfälle. Okay, gut, bisher waren alles davon Suizide, aber aktuell liegt meine Großmutter in ihren letzen Stunden bei uns daheim in einem Krankenbett. Blasenkrebs.
Jeden Tag merke ich wie sie weiter abbaut und wie sie weiter wirr wird. Körperlich wird alles immer schlimmer.
Es macht mir zu schaffen. Sie kann nicht essen, nicht auf die Toilette, nicht sitzen, nurnoch liegen, sprechen und sich füttern lassen. Und selbst das ist schwer.
Ich habe immer diesen Egoistischen Gedanken das sie noch nicht
 sterben soll, auch wenn ich weiß, es ist besser für sie. Ich weiß sie quält sich, hat starke Schmerzen und will nicht mehr. Trotzdem möchte ich sie noch nicht verlieren. Ich schäme mich so sehr für diesen Gedanken.

Montag, 17. September 2012

Kleines Glücksgefühl

Ich öffne meinen Blog und sehe das ich einen Leser habe.
Hallo Leser. :)
Das hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Soviel dazu.
Ich habe es gestern nicht geschafft nein zu sagen. Ich wollte auch nicht Nein sagen. Ich will ja NORMAL essen können. Aber bei mir sieht es entweder so aus, das ich mir 2-3 Teller nehme, oder gar keinen. So wie gestern auch. 3 Teller. 3Portionen Fisch mit Kartoffelbrei und Soße.
Wo passt das ganze Zeug bitteschön hin? Danach war ich so vollgefressen das ich mich kaum bewegen konnte und Übel war mir auch. Gekotzt habe ich 'leider' nicht....
Ich muss dazu sagen, ich habe mich erst ein einziges Mal im Leben dazu gebracht, selbst zu erbrechen. Da war ich 10 und habe so viel Schokolade gegessen das ich so Bauchschmerzen wie noch nie hatte.
Ich halte nichts von selber erbrechen weil man Angst hat Fett zu werden. Zumindest halte ich nichts davon, solange man nicht Bulemie hat. Die habe ich nicht. Ich werde es auch nicht tun.
Aber manchmal wünschte ich, es würde von ganz alleine kommen. Das wäre nicht schlimm...

Bisher bin ich stark gewesen. Es ist 15.19 und ich habe erst ein paar Stücke Gurke und einen halben Apfel gegessen. Mittagessen fällt aus. Gibt sowiso nie etwas warmes bei uns zu Mittag.
Ich möchte so gerne eine normale Portion zu Abend essen. Eine gesunde, normale Menge. Nicht stopfen und fett werden und nicht hungern und dann einen Jojo Effekt damit zu erzielen.

Ich verstehe mein Essverhalten einfach nicht. Dauernd kreisen meine Gedanken darum. Das ist doch keine Magersucht. Das ist auch keine voll ausgeprägte fresssucht.
Ja...
Was ist es denn dann?

Sonntag, 16. September 2012

Kontrolle.

4 Scheiben Vollkornbrot mit je 106kcal pro Scheibe.
Die ersten zwei mit Frischkäse, die anderen beiden mit dünner Butter bestrichen.
War das zu viel?
Ich kann gut zwischen normalen Essen und einem Fressanfall unterscheiden, weiß aber nie wann es zu wenig oder einfach in Ordnung von der Menge ist.

Es ist sechs Uhr und ich rieche schon den Duft von Kartoffelbrei, Fischfilet (paniert!) und dicker Kräuter-Sahnesoße.
Etwas das ich liebe. Ich habe nur so Angst das es wieder zu viel ist. Das ich wieder die Kontrolle verliere und so oft nehme das mir davon schlecht wird. Das ich wieder zunehme.
Ich habe Hunger.
Ich will endlich dünner sein, ich will endlich ein gesundes Gewicht haben. Ich will nicht in Schweiss ausbrechen, nur weil ich die Treppe hinaufgehe um mich dort gleich wieder vollzustopfen.

Aktuell bin ich wieder in dieser seltsamen Phase in der ich essen will. So viel das ich platze, es aber einfach nicht will. Ich schaffe es nicht. Ich ekel mich bei jedem Bissen. Nicht vor dem Essen, ich liebe Essen. Sondern vor mir selber.
Und keiner versteht es, keiner weiß es

Abwechselnd fressen, fressen, fressen, dann wieder wenig essen und es von vorne versuchen
Verdammter Teufelskreis aus dem ich bisher nicht ausbrechen konnte. Ich möchte mich wohlfühlen, hübsche Klamotten tragen, mich begehrt fühlen
Manchmal will ich genau das Gegenteil, das man mich nicht ansehen will.

Krank.
Ich hasse es.

Samstag, 15. September 2012

Heute ist wieder eine dieser Nächte in denen ich schlafen sollte, es aber einfach nicht schaffe.
Zuviele Dinge die in meinem Kopf herumschwirren und sich nicht vertreiben lassen.
Eine ganze Weile lag ich in meinem Stockdunklen Zimmer und habe versucht zu schlafen. Das Fenster ist leicht geöffnet und eine kalte Briese kommt immer wieder Stoßweise in den Raum und lässt mich leicht zittern. Aufsetzen, Fenster schliessen, wieder hinlegen, Augen zu.

Du bist fett, du bist undiszipliniert, du hast heute eine ganze Rolle Pringles gegessen!
Es waren Scharfe! Gut für den Stoffwechsel
Eine noch schlechtere Ausrede fällt dir nicht ein? 511kcal pro 100g, 190g sind in einer Rolle. Und du wunderst dich warum du immer fetter und fetter wirst?
Was gab es heute noch? Einen Becher Kakao, 2 Stücke Marmorkuchen, ein dickes Mettbrötchen... Wo war das Obst und Gemüse? Bisher hast du davon gefressen. Immerhin war das gesund!
Ist es etwa das was du willst?
Bald mit 100kg und mehr durch die Gegend rollen? Weit bist du ja nicht mehr von entfernt.

Tränen, Gefühle des Versagens. Aufsetzen, heulen, eine Zigarette zur Beruhigung rauchen. Die Decke um meinen wabbeligen Körper wickeln, zum Rechner schlurfen, ihn hochfahren, setzen, Post schreiben.
Meine innere Stimme hat so verdammt Recht. Denn ich bin wirklich nicht mehr weit von den 100kg entfernt. Nicht ganz 20kg trennen mich noch von dieser ekelhaft adipösen Zahl. Aber auch die über 80 sind schon fett und dick genug. Ich weiß mein genaues Gewicht nicht. Habe seit Monaten Angst auf die Waage zu steigen und wieder heulend zusammenzubrechen.
Ich habe mich zu sehr gehen lassen, gefressen und gefressen weil es in meinem Leben fast das Einzige ist worauf ich mich noch freuen kann. Essen ist mein einziger Genuss den ich mir gönnen kann.
Aber ich will das nicht, ich will das nicht mehr.
Es ist nur so schwer aufzuhören.

 Ich schaffe es einfach nicht, etwas richtig zu machen. Mich selbst oder andere zufriedenstellen. Das ich andere nicht zufriedenstelle bin ich ja gewohnt, aber mich selbst?
Das war doch früher nicht so. Aber das ist schon so viele Jahre her...
Wie soll ich nur die Disziplin erlangen endlich wieder Normalgewichtig zu werden? Wieder in Größe S-M zu passen? XL ist ja schon knapp. Früher wog ich mal, im Vergleich zu heute schlanke 59kg
Ich ekel mich vor mir selber. Aber daran bin ich selbst Schuld. Für meine Fresserei kann ich niemandem die Schuld in die Schuhe schieben, selbst wenn ich wollte. Wir hatten immer gesundes zu Hause. Ich hatte damals immer die Möglichkeit Sport zu machen und weniger zu essen. Stattdessen gammel ich seit über 3 Jahren mit Chipstüte, Schokolade und fettem Essen vor dem PC herum.
Weil ich es einfach nicht mehr anders konnte...

Ich will es endlich wieder schaffen. Ich weiß das ich es kann. Dieser Blog ist ein Versprechen an mich selbst.
Ich werde ihn öffnen und IMMER an mein Ziel erinnert werden.
Ich werde mich nun nicht mehr drücken können, auch wenn ich unglaubliche Angst vor dem Rückschlag habe, sobald ich es in Angriff nehme.
Aber ich darf mir keinen Druck machen, was? Nicht zu viel am Anfang erwarten, sondern langsam beginnen. Obst und Gemüse. Rohkost? Sanftes Ausdauer und Krafttraining.
Ich muss mich nur aufraffen, stimmts?


Für Jemanden der es aber gewohnt ist immer wieder und wieder zu fallen oder sogar nach unten in den staubigen Grund gedrückt zu werden, ist das noch viel schwerer, als es so schon ist.
Für Jemanden der seine seltsamen Probleme und wirren Komplexe schon selbst nicht mehr versteht noch mehr.
Oder sind das nur Ausreden?



Abnehmen bedeutet Kraft und Disziplin. Etwas das ich seit langer Zeit nicht mehr finden kann.

Und der Kopf ist voll...

...mit lauter Gedanken die ich in diesen Eintrag stecken will und dann auch wieder nicht.
Gedanken die ich nicht aussprechen kann und schon schriftlich schwer in Worte fassen kann. Es ist als sei mein Gehirn vollgestopft mit verschiedenen Dingen die nicht zueinandergehören und doch miteinander verknüpft sind. Wirr und doch klar strukturiert. Ein einziges, ordentliches Chaos.
Paradox.
Abscheu vor mir selbst, meinem Verhalten und gleichzeitig denke ich  
Es ist schon okay was du tust, du bist auch nur ein Mensch. 

Menschen dürfen Fehler machen, richtig?
Warum will ich mir dann immer eine Ohrfeige geben, wenn ich etwas falsch mache? Es ist doch menschlich?

Ich fühle mich jedoch nicht menschlich.


Freitag, 14. September 2012

Introduce

Jetzt sitze ich hier, vor meinem aller ersten, ganz persönlichen Blog und weiß nicht was ich schreiben soll.
Ein großer Teil der dazu führt ist wohl auch, das ihn vorerst kein Mensch lesen wird, geschweige denn davon etwas merkt.
Aber darum geht es hier auch nicht.
Es soll eine Art Tagebuch werden. Über mich, mein Leben, meine Probleme mit mir selber und anderen.
Eine große Rolle wird hier das Abnehmen spielen. Das hier wird KEIN Pro Ana/Mia Blog. Ich bin nicht für Essstörungen und auch nicht dafür wenn jemand freiwillig krank werden will. Ich muss jedoch sagen, ich habe eine Essstörung.
Dazu aber ein andermal mehr.
Ein weiterer Aspekt hier wird sein, meine Probleme, Gedanken die mich beschäftigen, die ich loswerden muss will.

Ich habe mittlerweile so viele wunderbare Blogs hier gefunden, gelesen, manche sogar regelrecht verschlungen und es wird mir einfach nicht langweilig bei.  Und als eine Art Tagebuch scheint das genau das richtige für mich zu sein. Vielleicht wird es mir helfen. Wer weiß...
Ich geniesse vorerst die Anonymität die mir hier geboten wird. Ich kann zum ersten Mal in meinem Leben alles auskotzen und von allem erzählen was ICH will, ohne das ich damit etwas verrate, was mich vor anderen in Schwierigkeiten bringen könnte. Das ist wunderbar und ich hoffe so sehr, das es mir gutes tut.

Endlich frei sprechen können, auch wenn es vielleicht keiner lesen wird. Sich endlich einmal frei ausdrücken können...
Ein wahrer Traum.