Es ist nicht nur mein gestörtes Essverhalten, das mich fertigmacht. Es sind die vielen kleinen Dinge.
Ich will mit dem Blog nicht den Eindruck erwecken, ich würde nur über mein Leben jammern. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, nur mit mir nicht.
Ich habe keine Selbstmordgedanken, zumindest aktuell nicht mehr und bin irgendwie auch froh zu leben.
Aber dieser Blog soll als Art Therapie für mich selbst dienen. Eine Art Therapie in der ich vor allem Negatives niederschreiben möchte und so vielleicht auch besser verarbeiten kann.
Das Essen.. ja, das war eine Katastrophe. Wie seit drei Jahren schon. Vorgestern gefressen, gestern gefastet, heute einigermaßen ein Mittelmaß gehalten. Es ist so schwer. Es fällt mir leichter gar nichts zu essen, als wenig zu essen. Wenn ich wenig essen will, nehme ich immer mehr und mehr und mehr und mehr und~
Ich kann mich einfach nicht bremsen und stopfe unglaubliche Mengen in mich hinein. Weitaus mehr, als ein normaler Mensch essen würde.
Ich habe schon mehrmals überlegt deswegen zu einem Arzt zu gehen, aber ich traue mich einfach nicht zudem ich einfach nicht die Zeit und kraft für eine Therapie habe.
Viele Gründe die ich nicht erzählen will. Ih weiß, mir ist hier eine gewisse Anonymität gegeben, aber andererseits habe ich doch panische Angst das jemand den ich kenne jemals auf diesen Blog stoßen wird und mich aufgrund meiner Schreibweise oder Beschreibung meines Verhaltens in einigen Dingen doch erkennen wird.
Zwiegespalten in so vielen Gebieten
Ich bin so stark mit dem Tod konfrontiert wie noch nie in meinem Leben. In meinem Familien und Bekanntenkreis gab es bisher schon Todesfälle. Okay, gut, bisher waren alles davon Suizide, aber aktuell liegt meine Großmutter in ihren letzen Stunden bei uns daheim in einem Krankenbett. Blasenkrebs.
Jeden Tag merke ich wie sie weiter abbaut und wie sie weiter wirr wird. Körperlich wird alles immer schlimmer.
Es macht mir zu schaffen. Sie kann nicht essen, nicht auf die Toilette, nicht sitzen, nurnoch liegen, sprechen und sich füttern lassen. Und selbst das ist schwer.
Ich habe immer diesen Egoistischen Gedanken das sie noch nicht
sterben soll, auch wenn ich weiß, es ist besser für sie. Ich weiß sie quält sich, hat starke Schmerzen und will nicht mehr. Trotzdem möchte ich sie noch nicht verlieren. Ich schäme mich so sehr für diesen Gedanken.
Ich weiss nur wie es bei meinem Opa war.
AntwortenLöschenEr war der wichtigste Mensch in meinem Leben.
Hatte einen Schlaganfall und ist 4 Tage später gestorben.
Während dieser Zeit war immer jemand aus der Familie da. Ich auch.
Ich bin froh das ich ihm gesagt habe das ich ihn vermissen werde, das er mir fehlen wird.
Und ich habe eine Tätowierung die mich an ihn erinnert.
Bitte sorge dafür das du dein Verhalten deiner Oma gegenüber niemals bereuen musst. Lass sie wissen wie wichtig sie dir war...
Wenn ich lese wie du dein Essverhalten beschreibst, dann denke ich: "Wow, genau die selben Gedanken habe ich auch jeden Tag." Wirklich, ich kenne das mit dem nichts essen vs. alles reinstopfen nur zu gut.
AntwortenLöschenFalls du je ein Geheimrezept dagegen findest, dann lass es mich bitte, bitte wissen!
Halt durch. <3
Liebe Grüße